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Setzlingsproduktion


Aufforstung beginnt mit der Setzlingsproduktion in Baumschulen, welche von örtlichen Landwirtschaftsbüros, von Frauenorganisationen, Jugendorganisationen oder von Privaten betrieben werden. Im Herbst jeden Jahres wird in den Baumschulen mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen (Saatbeete anlegen, Humus mischen, Schatten-Abdeckungen produzieren, etc.) und ab Dezember werden die Samen in sog. „Pots“ (Plastik-Pflanztöpfchen) gesetzt und wachsen dort während der kommenden Monaten zu Jungpflanzen. Während des Heranwachsens werden diese Setzlinge gewässert, von Unkraut gereinigt, beschattet und nach 5-8 Monaten sind sie für das Auspflanzen bereit. Die Arbeit in den Baumschulen wird weitgehend durch Frauen verrichtet, die so ein wertvolles Einkommen haben. Zu Beginn der Regenzeit im Juni sind die Pflanzen für die Auspflanzung an Berghängen und Hügeln bereit.





Aufforstungsvorbereitung


Aufforstungen bedingen vielfältige Vorbereitungen der Aufforstungsflächen. Das Aufforstungsgebiet – in der Regel stark erodierte Hügel oder mit wenig Büschen und Sträuchern bewachsene Berghänge – müssen für die Aufforstungen vorbereitet werden, mit Terrassierungen, mit dem Ausheben von Wassergräben, Pflanzlöchern und Verbauungen gegen das Abschwemmen während der Regenzeit.




Bau von Terrassierungen an steilen Hügeln


Pflanzlöcher und Gräben hinter den Terrassen


Bauern arbeiten gemeinsam an der Vorbereitung ihres Hügels

Transport der Setzlinge


In aufwendigen Transporten werden die Setzlinge in die Aufforstungsgebiete transportiert. Soweit möglich mit Fahrzeugen, dann mit Eseln und dort wo es auch für Esel zu steil wird auf dem Rücken von Frauen.





Aufforstungstage


Die Aufforstungen erfolgen in den Monaten Juli-August, also während der Regenzeit. Aufforstungen sind Gemeinschaftsarbeiten ganzer Dorfgemeinschaften, Forstgenossenschaften oder Frauengenossenschaften. Es gilt die Setzlinge in den Boden zu pflanzen, wo sie bis zur nächsten Regenzeit ohne zusätzliches wässern (es ist nicht möglich, Millionen von Setzlinge an Berghängen mit Giesskannen zu wässern) überleben müssen.





Schutz der Aufforstungen


Aufforstungsgebiete sind Naturschutzgebiete. Die Dorfgemeinschaften, welche die Aufforstungsflächen zur Verfügung stellen sichern zu (z.T. mit Wächtern), dass die Gebiete gegen das Eindringen von Vieh geschützt wird. So kann sich die Vegetation und die gepflanzten Setzlinge entwickeln. In der Regel werden Aufforstungsgebiete während 5 Jahren geschützt. Nachher ist ein Schutz nicht mehr nötig, da die Bauern, welche den Nutzen der Wälder erleben, dem Wald aus Eigeninteresse Sorge tragen.





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