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Evergreen von Digitec Galaxus AG


Digitec Galaxus AG unterstützt unsere Aufforstungen mit der Produktlinie Evergreen.

 

Die Kunden drucken - wir pflanzen Bäume



Für jede bei Digitec Galaxus AG verkaufte Evergreen-Druckerpatrone pflanzen wir 1 Baum in unserem Projekt "Plants for Life". Dieses Projekt unterstützt die St. Yared Kirche bei Axum. Die Kirche will mit Aufforstungen auf dem mehrere Hektar grossen Kirchengelände Vorbild sein für den Schutz natürlicher Ressourcen. Gleichzeitig wird auch demonstriert, wie Mittels Hecken und Futterpflanzen eine Symbiose zwischen Forst- und Landwirtschaft erreicht werden kann. Darüber hinaus will die Kirche, weil um das Kirchengelände herum eine neue Universität entsteht, den Studierenden ein Naherholungsgebiet mit schattigen Plätzen zum lernen und verweilen bieten.

 

Ein nicht ganz typisches Projekt, üblicherweise unterstützen wir Bauern-, Frauen- und Jugendorganisationen bei der Aufforstung von Wäldern und diese starten dann dank verbessertem Wasserhaushalt und verbesserter Bodenqualität eigene Projekte wie Bienenhaltung, Gemüsepflanzungen, Fruchtbaumplantagen oder mit viele weitere Ideen wie sie ihr Leben verbessern können. Die Zusammenarbeit mit der Kirche ist aber ein Leuchtturnprojekt das viele Bauern, Frauen, Jugendliche und vor allem auch Studenten motiviert selbst Bäume zu pflanzen.

 

Weiter unten auf dieser Seiten finden Sie monatlich neue Informationen aus dem Projektgebiet.

 

Juni - Pfingsten


Anfangs Juni feiern auch die orthodoxen Christen in Äthiopien das Pfingstfest. Da dieses mit vielen Zeremonien in den Kirchen begangen wird, wurde auch die St. Yarede Church geschmückt und die Priester sind daran, sich vorzubereiten. Bei einem Besuch Ende Mai konnten wir die schönen Choralsänge hören, welche in der Kirche geprobt werden.

 

Die Begrünung des Kirchen-Areals geht vorwärts, laufend werden Baumsetzlinge gepflanzt. Wasser ist auch bei dieser Kirche Mangelware, und so müssen die Wächter jetzt das Wasser weit herholen, um die neu gesetzten Bäumchen zu wässern. Aus diesem Grunde haben wir auf Antrag entschieden, einen Wassertank zu finanzieren, in welchem künftig das Dachwasser der Kirche während der Regenzeit aufgefangen werden. In der Trockenzeit dann, kann das Wasser genutzt werden.

 




Die Aufforstung des Kirchenareals gedeiht sehr schön.


Im Hintergrund Teile der bereits für Pfingsten dekorierten Kirche.


Wasser für das Giessen der Pflanzen muss von weit weg geholt werden. Das soll sich in Zukunft ändern.


Stolz zeigt uns ein Wächter, wie gut er die Pflanzen hegt und pflegt.

April – Fastenzeit prägt das ganze tägliche Leben


Die orthodoxen Christen in Äthiopien nehmen es sehr streng mit dem Fasten in der Passionszeit. 55 Tage vor Ostern wird gefastet, d.h. man lebt vegan. In der Regel isst man erst abends wenn die Sonne untergeht, gewissen Berufsleuten die verantwortungsvolle Aufgaben haben ist es gestattet, auch schon früher am Tag etwas zu essen. Das Essen besteht zur Hauptsache aus Injera (typisch äthiopisches Fladenbrot aus Teff) und etwas Gemüse, allenfalls Salate. Fleisch und Eier sind in dieser zeit verboten. Fisch ist erlaubt, doch diesen findet man nur in der Nähe von Seen.

 

Die Kirchen bereiten sich auf das grosse Osterfest vor, so auch die St. Yared Church. Die Kirchen werden in- und auswendig gereinigt und für das grosse Fest «herausgeputzt». Die Requisition, die nach jeder grossen Zeremonie fein säuberlich gelagert werden, werden hervorgeholt. Häufiger ist sonst hört man in den Kirchen Choralgesänge, es sind die Priester, die ihre Choräle für die Feierlichkeiten einüben.

 

Im März 2017 erreichte uns ein neuer Kostenvoranschlag. Auf dem grossen Gelände der St. Yared Kirche sollen nochmals 20'000 Bäume gepflanzt werden. Zur Bewässerung derselben soll ein Tank das Dachwasser fassen und so die Bewässerung der Pflanzen ermöglichen. Mit Digitec Galaxus AG haben wir zum Glück einen Partner gefunden, der diese Begrünung des Areals mitfinanziert. Wir sind dafür einmal mehr sehr dankbar.

 




. . . das tägliche Brot: Injera und Gemüse


Ostern ist auch Touristen-Saison. Die Kirchen werden auch für die Touristen schön herausgeputzt.

März – Yared Kirche, Axum


Die St. Yared Kirche ist eine Christlich Orthodoxe Kirche unweit der vor wenigen Jahren neu entstandenen Universität von Axum. Die Kirche ist deshalb besonders bekannt, weil viele der Studierenden diese Kirche für Gottesdienste besuchen oder einfach in ihrer Freizeit auf dem Areal der Kirche etwas Ruhe und einen schattigen Platz zum Lernen finden. Um dieses Gelände für Besucher noch attraktiver zu gestalten, haben wir uns entschieden, den ganzen Compound aufzuforsten. Mit Digitec Galaxus AG haben wir zum Glück einen Partner gefunden, der diese Begrünung des Areals mitfinanziert. Wir sind dafür einmal mehr sehr dankbar.

Anlässlich einer Reise im Februar besuchte Simon Pfister die Kirche und liess sich über die Aktivitäten informieren.

 




Stolz zeigt Priester Kesis das Gedeihen der ersten gepflanzten Bäume. Heute noch weitgehend öde, wird dieses Umfeld der Kirche bald ein schattenspendender Wald sein.


Bereits finden sich erste Studenten der nahegelegenen Axum-Universität ein, um in Pausen unter den heranwachsenden Bäumchen zu lernen und sich zu erholen. Wunderbar!

Februar – Wasser wird knapp!


Es ist nun schon 5 Monate her seit es das letzte Mal ausgiebig geregnet hat. Entsprechend wird das kostbare Gut Wasser immer knapper. In erodierten Gegenden, wo die Wüstenbildung (Desertifikation) fortschreitet, muss Wasser an den wenigen Brunnen und Wasserstellen von weit her geholt werden. Oft sind tagelange Märsche nötig, um Wasser für den Bedarf eine sHaushaltes von 2-3 Tage zu beschaffen. Wo Karren und Esel fehlen, wird das Wasser auf den Rücken von Menschen getragen.

 

Erfreulich anders die Situation in der Region wo die Stiftung Green Ethiopia seit nunmehr 15 Jahren aufforstet. Hier speichern die Wälder das Wasser der Regenzeit und jetzt – während der langandauernden Trockenzeit – geben die Wälder das Wasser frei, es kann über Kanäle zu Feldern geführt werden so selbst in der heissen Trockenzeit Gemüse angebaut werden kann. Bestätigung des Kreislaufes: Bäume – Wälder – Wasser – Nahrung – Leben!

 




In der Ebene um Ziway (Afrikanischer Grabenbruch) kommen Menschen zu einer Wasserstelle, um in ihren Kanistern Wasser nach Haus zu transportieren.


Am Fusse der Aufforstungen im Gendebta Tal in Adwa quillt laufend etwas Wasser aus dem Berg. Wasser, das über handgegrabene Kanäle zu Gemüsefeldern geführt wird und dort der Bewässerung von Gemüseanbau dient.

Januar – es wird trocken in Äthiopien


Schon ist es bald 4 Monate her, seit im äthiopischen Hochland und im Rift Valley (grosser afrikanischer Grabenbruch) das letztes Mal Regen gefallen ist. Grosse Landstriche zeigen sich trocken und das Grün der Landschaft wechselt in Gelb-Beige. Es wächst kein Gras für Kühe, Ziegen und Schafe, es gibt keine Felder auf denen Nahrung wächst. Brunnen versiegen, der Weg für Frauen um Wasser zu besorgen wird von Woche zu Woche länger. Folgen von Erosion und Abholzung der vergangenen 100 Jahre.

 

Nicht so dort, wo wir seit vielen Jahren aufforsten. Dort gibt es immer noch Quellen, Teiche und Brunnen, gespiesen von Wäldern welche das Wasser im Boden speichern. Zudem beeinflusst die Feuchtigkeit der Wälder das Klima. Es gibt zwischendurch Nebel, Wolken, ja kleine Regengüsse. Aufforstungen – da sind sich die Fachleute einig – sind die einzige Massnahme um nachhaltig das Klima zu retten. Dass sich in Wäldern eine wunderbare Artenvielfalt an Flora und Fauna entwickelt, ist ein kostbarer Nebeneffekt von Aufforstungen.

 




Trockene, der sengenden Sonne ausgesetzte Landschaft ohne Bewirtschaftung. Auch für die Menschen: kein Schatten, keine kühle Erholung unter einem schattenspendenden Baum. So ist es dort, wo keine Wälder wachsen. Foto: Region Lalibella, Äthiopien


Wälder wie diese haben das in der Regenzeit gefallene Wasser im Berg gespeichert. Langsam fliesst das Wasser unterirdisch nach unten und nährt Quellen, Flüsse, Teiche und Brunnen. Foto: Aufforstung Green Ethiopia in Dukem, Äthiopien

Dezember – Dreschen für das Brot von morgen


Dezember ist in Äthiopien der Haupt-Dresch-Monat. Überall auf dem Land begegnet man Bauern beim Dreschen! Nein, nicht mit Dreschmaschinen, sondern auf traditionell äthiopische Art. Das Getreide wird etwa einen halben Meter hoch aufgeschichtet, dann „zertrampeln“ Ochsen, Kühe, Pferde oder Esel das Getreide mit mehrstündigem „Rundlauf“ auf dem Getreidehaufen und pressen so mit ihren Hufen die Körner aus den Ähren. Anschliessend wird das „ausgedreschte“ Stroh als Futter-Vorrat für die Trockenzeit gestapelt. Die unter dem Stroh zurückbleibenden Körner werden von der Spreu getrennt und zurück bleibt das Korn – Grundlage für das Brot bis zur nächsten Erntezeit.

 

In den Aufforstungsgebieten sind die Experten und Betriebsberater der Landwirtschaftsbüros damit beschäftigt, die Überlebensrate der im Juli-August gepflanzten Setzlinge zu zählen. Im Dezember sind die Setzlinge bereits 3 Monate ohne Wasser und dann lässt sich abschätzen, wie viele diese 3-monatige Trockenzeit überlebt haben und wie viele absterben werden. Im Durchschnitt liegt die Überlebensrate bei 80%, 20% verdorren.

 




Stundenlang kreisen die Tiere auf dem Getreide und trennen so die Ähren und Körner vom Stroh. Hauptaufgabe der Bauern (auf dem Foto eine Bäuerin) ist, die Kühe vom Fressen des Getreides abzuhalten und sie anzutreiben, sich im Kreise zu drehen.


Nachdem das ausgedreschte Stroh entfernt wurde, trennen die Bauern die „Spreu vom Korn“ in dem sie das Dreschgut hochwerfen und der Wind die Streu wegbläst. Zurück bleiben die Körner.

November - Erntezeit


Äthiopien präsentiert sich jetzt nach einer guten Regenzeit in den meisten Gebieten sehr schön. Noch haben die Pflanzen Wasser der vergangenen Regenzeit und so sind Büsche und Bäume grün, während auf den Feldern die Ernten reifen. Je nach Getreideart und Höhenlage kann schon geerntet werden. Und dies nicht etwa mit Mähdreschern wie bei uns, sondern mit Sicheln, von Hand. Eine überaus grosse Arbeit.

 

Das Hauptgetreide in Äthiopien ist das traditionelle Teff, eine Art Wildhirse die nur in Ostafrika angebaut wird. Die sehr feinen Körner dieses Getreides sind die Grundlage für die Herstellung von Injera, dem äthiopische Fladenbrot welches als Hauptnahrungsmittel die Bevölkerung des Hochlandes ernährt.

 




Fruchtbare Ebene dank Aufforstung der Adwa-Berge im Hintergrund


Bauernfamilie in Adwa schneidet Teff mit der Sichel

Oktober - es grünt


In Äthiopien wird überwiegend das Getreide „Teff“, eine überaus genügsame, auch in Trockengebieten wachsende Zwerghirse, angepflanzt. Aus deren feinen Körnern das Fladenbrot „Injera“ gebacken wird.

 

Nach der Regenzeit im Juli-August wächst das Getreide, aber auch das Unkraut. Da die Bauern weder Zugang noch Geld für chemische Bekämpfung von Unkraut haben, wird in den Feldern das Unkraut in Handarbeit entfernt. Der Nachteil ist, der riesige Aufwand an Handarbeit, der Vorteil, die Böden werden nicht durch Herbizide verunreinigt und die Menschen haben biologisches Brot.

 

Da die Ernten des Vorjahres weitgehend aufgebraucht sind und die neue Ernte erst im November oder Dezember reif ist, herrscht Nahrungsmittel-Mangel und viele ländliche Gebiete sind auf Hungerhilfe angewiesen. Vom Staat und von Internationalen Organisationen gelieferte Hilfe (Getreide, Fett, Oel, etc.) wird auch in entlegene Gebiete transportiert und dort von den lokalen Verantwortlichen an die Familien verteilt. In der Regel mussten die Bauern vorher Freiwilligenarbeit leisten, damit sie Anspruch auf diese Hungerhilfe haben.

 

Die Menschen schämen sich, auf solche Hilfe angewiesen zu sein und mögen es nicht, wenn man Aufnahmen macht. Deshalb obiges Foto aus Entfernung.

 




Bauern beim „jäten“ des Unkrautes in ihrem Teff-Feld.


Verteilung von soeben entladener Hilfslieferung in einem kleinen Dorf im Norden des Tigray, Äthiopien.

September - Neujahr


Der September ist für Äthiopien ein ganz besonderer Monat. Zum einen fällt nach julianischem, in Äthiopien nach wie vor angewendetem Kalender, das Neujahr auf den 11. September. Es ist das Ende der grossen Regenzeit, überall spriessen Pflanzen und das Land kleidet sich in Grün. Zudem ist am 27. September ein hoher kirchlicher Feiertag, der Meskel Day (Auffinden des verlorenen Kreuzes), ein Tag der im orthodoxen Christentum grosse Bedeutung hat und entsprechend gefeiert wird.

 

Bei der St. Michaels-Schule, wie in allen unseren Aufforstungsgebieten, hatten die neu gepflanzten Setzlinge genügend Wasser um anzuwachsen und gedeihen. Jetzt gilt es, die Aufforstungsgebiete durch Wächter zu schützen, damit die Pflanzen nicht von Vieh gefressen werden und die Chance haben, sich zu entwickeln.

 




Ende der Regenzeit: es grünt und wächst! In unseren Aufforstungen gedeiht das bodenschützende Gras und Zwischenpflanzungen wie hier Bohnen.



Meskel Day: es blüht die ähtiopische Landesblume Meskel (Kreuz), die von Kindern gepflückt und den Eltern nach Hause gebracht werden.

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